480
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Der Volvo 480 war eine Shooting-Brake-Variante der 4-er Baureihe von Volvo. Der Volvo 480 wurde ausschließlich im niederländischen Werk Born (Limburg) gefertigt.
Mit der Einführung des 480 wurde die Antriebstechnologie bei Volvo vom Heckantrieb auf Frontantrieb umgestellt. Da Volvo keine Erfahrungen mit einer passiven Hinterachse hatte, wurde die Konstruktion von der englischen Firma Lotus ausgeführt. Der Volvo 480 wurde ausschließlich mit Benzinmotoren ausgestattet, welche eine Gemeinschaftsentwicklung mit Renault waren und sich als sehr langlebig erwiesen. Die Auslegung und Abstimmung der entsprechenden Komponenten des Turbomotors (Kolben, Pleuel, Nockenwellen, Turbolader, Ansaugluftführung) wurden von der Firma Porsche Engineering durchgeführt.
1985 wird der 480 ES vorgestellt. Die Varianten: Saugmotor mit 1,7 Liter Hubraum und geregeltem Katalysator (95 PS), mit ungeregeltem Katalysator (106 PS) und ohne Katalysator (109 PS)
1988: Vorstellung des 480 Turbo mit 1,7 Liter Hubraum mit Katalysator und 121 PS
1990: Auf dem Genfer Auto-Salon wird ein Cabriolet auf Basis des 480 vorgestellt, das aber aufgrund der Insolvenz eines wichtigen Zuliefererunternehmens, welches für die Verdecke verantwortlich war, und vermutlichen Problemen der Homologation nie in Serienproduktion geht.
Ab 1990 werden nur noch Fahrzeuge mit Katalysator angeboten: die Leistung des 1,7 Liter Saugmotors wird auf 102 PS angehoben, das Tankvolumen wird von 48 Liter auf 60 Liter erhöht, ist vorerst jedoch nur als Option erhältlich.
1992: Um die Attraktivität zu steigern, bietet Volvo in diesem Modelljahr den 480 auch in einer Zweifarb-Lackierung (Two Tone, in der Farbvariante Seegrün/Rauchsilbermetallic) an, welche bereits beim Amazon eine Marketingstrategie war, insgesamt wurden etwa 7000 Modelle dieser Serie gefertigt.
Ab 1993 ist der Fahrerairbag als Option erhältlich. Bei Turbo-Modellen gehört das ABS zur Serienausstattung. Der 1,7 Liter Saugmotor entfällt, ein Modell mit 2,0 Liter-Saugmotor wird vorgestellt (109 PS).
Ab 1994 gehören weiße Blinker, ABS und Airbag zur Serienausstattung. Das Sondermodell 480 GT wird vorgestellt. Klimaanlage, Lederausstattung, Sitzheizung, Metallic-Lackierung, ein höhenverstellbarer Beifahrersitz sowie TRACS, eine über das ABS-System geregelte Traktionskontrolle gehören bei diesem Modell zur Serienausstattung.
1995 wird die Sonderserie 480 Collection, die in Großbritannien 480 Celebration genannt wird vorgestellt. Diese, auf jeweils 480 Exemplare limitierten, durchnummerierten Sonderserien enthalten fast alle lieferbaren Extras und einige besondere Details. Am 7. September lief der letzte 480 vom Band. Wer glaubte, dass Volvo sich mit der letzten Sonderedition „Collection“ besondere Mühe gegeben hätte, sah sich enttäuscht. Tatsächlich handelte es sich nur um eine „Lagerräumung“, bei der alle restlichen Teile verbaut wurden. So kam es z. B., dass in ein und demselben Fahrzeug Scheiben aus vier verschiedenen Modelljahren eingebaut wurden.
Die auch liebevoll Schlafaugen genannten Klappscheinwerfer wurden nicht etwa aus aerodynamischen Vorteilen verwendet, sondern vielmehr deshalb, weil der 480er auch in den USA auf den Markt kommen sollte und dort eine Mindesthöhe für Abblendscheinwerfer galt. Ohne die Klappscheinwerfer wäre das markante Styling nicht möglich gewesen.
Heute gibt es in Deutschland noch knapp 1200 zugelassene 480er Volvo.
