Automatikgetriebe

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Ein Automatikgetriebe, kurz auch Automatik genannt, bei Volvo Geartronic, wählt im Gegensatz zum manuellen Getriebe den für die jeweilige Drehzahl und Geschwindigkeit passenden Gang selbständig.

Dabei unterscheidet man zwischen sogenannten stufenlosen Automaten, wie sie mal von DAF und Lancia verbaut wurden, und "normalen" Automatikgetrieben.

Stufenlose Automatikgetriebe haben keine diskreten Übersetzungsverhältnisse (Gänge), die gewählt werden, sondern verändern die Übersetzung kontinuierlich. Lancia hat dazu z.B. eine Konstruktion aus zweimal zwei Kegelrädern gewählt, deren Spitzen jeweils aufeinander gerichtet sind und über einen Riemenantrieb miteinander verbunden sind. Abhängig von der Drehzahl am vorderen, motorseitigen Kegelradsatz werden die Kegel durch die Fliehkräfte weiter auseinander gedrückt, der Riemen sinkt tiefer ein. Ähnlich funktioniert das am hinteren Kegelsatz, der Antriebsachsenseitig verbaut ist. Durch die Verschiebung des Riemens verändert sich das Übersetzungverhältnis. Da keine festen Raster vorgegeben sind, ist das Getriebe stufenlos.

Klassische Automatikgetriebe haben einen in zähem Öl laufenden Wandler, der die Kupplung des manuellen Getriebes ersetzt. Abhängig von der Motor- und Raddrehzahl wird dann ein Gang aus dem verfügbaren Vorrat diskreter Übersetzungen ausgewählt.

Der Vorteil von Automatikgetrieben ist sicherlich der zusätzliche Komfortgewinn, gerade im Stadtverkehr, wo häufig geschaltet werden muß. Gelegentlich wird auch von einem Sicherheitsgewinn gesprochen, weil der Fahrer nicht durch das Schalten abgelenkt wird.

Nachteilig ist der erhöhte Spritverbrauch, der sich durch den Wandlerschlupf ergibt, der je nach Außentemperatur, Alter und Qualität des Getriebeöls durchaus erheblich sein kann. Zudem verfügten Automatikgetriebe häufig über ein bis zwei Gänge weniger als vergleichbare handgeschaltete Getriebe im gleichen Fahrzeug, wodurch durch die ungünstigere Übersetzung ein zusätzlicher Treibstoffverbrauch entsteht.

Zudem kann die Automatik nicht jede besondere Fahrsituation erkennen, beispielsweise wird die Automatik für Bergfahrten häufig den falschen Gang wählen. Daher verfügen die meisten Automatikgetriebe über die Möglichkeit, entweder manuell den höchsten Gang festzulegen oder wie die Volvo Geartronic die Möglichkeit, einen Gang explizit zu wählen.

Die Trägheit der Automatik, die sich eben durch den Wandler ergibt, erfordert auch etwas umgewöhnen beim Fahren: So muß zur Kompensation des Schlupfes das Gaspedal zum Beispiel beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve etwas eher betätigt werden als in einem Handschalter.

Viele Automaten verfügen über einen sogenannten Kickdown. Dabei wird das Gaspedal über die Vollgasstellung durchgetreten ("heruntergetreten" = engl. "Kick down"), die Automatik schaltet dann meist herunter. Dadurch kann eine stärkere Beschleunigung erzielt werden.

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