Diesel
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Diesel ist ein Kraftstoff für Verbrennungsmotoren.
Diesel wird durch Destillation aus Erdöl gewonnen und ist damit ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen. Der Siedebereich von Diesel liegt zwischen 170°C und 390°C.
Diesel ist im Gegensatz zu Benzin und Super schwerentzündlich, was durch die Kemmlerzahl 30 auf Gefahrguttransporten erkennbar ist. Der Flammpunkt liegt über 55°C.
Diesel hat nach DIN eine mittlere Energiedichte von 35,3 MJ/l.
Die Dichte von Diesel liegt 0,83 kg / l. Diesel ist damit - wie Öl - leichter als Wasser (Dichte 1 kg / l) und schwimmt somit auf Wasser.
Diesel ist dem Heizöl sehr ähnlich, bis 1994 waren sogar Diesel und Heizöl identisch. Allerdings wurde Heizöl aus steuerlichen Gründen ein roter Farbstoff beigesetzt, um zu verhindern, daß damit Kraftfahrzeuge betrieben werden, da Heizöl deutlich billiger als Diesel ist, dessen Preis sich seit 1950 rund verfünffacht hat. Vor allem ältere Dieselmotoren lassen sich problemlos mit Heizöl betreiben.
Seit 1994 wurde allerdings die Schwefelkonzentration im Diesel zunehmend reduziert, woraum moderne Motoren angepasst wurden. Daher ist es denkbar, daß durch den Einsatz von Heizöl, das bis zu 200 mal mehr Schwefel enthalten darf, die Abgasreinigungsanlage Schaden nimmt.
In Deutschland ist Diesel seit 2003 schwefelfrei.
Die genaue Zusammensetzung und die Eigenschaften von Diesel sind in der DIN EN 590 geregelt.
Im Winter wird an den Tankstellen ein sogenannter Winterdiesel angeboten, der bei kalten Temperaturen weniger leicht Paraffinkristalle ausfällt, die die Fließfähigkeit reduzieren und zur Verstopfung des Kraftstofffilters führen können. Winterdiesel bleibt bis zu -20°C, teilweise aber auch bis -30°C fließfähig. Leider geben Tankstellen nicht an, ob sie Winter- oder Sommerdiesel ausschenken.
Diesel genießt in Deutschland im Vergleich zum Benzin und Super einen Steuervorteil: Die Mineralölsteuer auf Diesel ist wegen EU-Bestimmungen vor allem zum Schutz der Speditionen, die ihre LKW mit Diesel betreiben, deutlich niedriger. Wegen der Gefahr der Wettbewerbsverzerrung wurde dafür der KFZ-Steuersatz für Fahrzeuge mit Dieselmotor deutlich erhöht.
Früher galt daher die Empfehlung, daß nur Langstreckenfahrer, die mehr als ca. 30.000 km pro Jahr fahren, Diesel fahren sollten. Mittlerweile sind die jedoch die Preisdifferenzen beim Neufahrzeug sehr gering geworden und die Wiederverkaufspreise von Dieselfahrzeugen übertreffen die von Benzinern, so daß bei einer Gesamtkostenrechnung Diesel teilweise schon bei Laufleistungen von einigen wenigen tausend Kilometern jährlich rentabel werden.
Durch moderne Motoren rußen Diesel deutlich weniger und fahren, da die Motoren sehr früh ihr volles Drehmoment liefern, sehr sportlich und sparsam. Damit haben Dieselfahrzeuge ihr Heizölferrari-Image verloren.
