Dieselmotor
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Der Dieselmotor wurde 1890 von Rudolf Diesel erfunden und bei MAN gebaut. Er ist ein Verbrennungsmotor, der ohne Zündkerzen auskommt, da Diesel durch die erreichte hohe Kompression im Zylinder zur Explosion gebracht wird. Man spricht von einem Selbstzünder.
Entwicklung
Bei PKW waren Diesel lange Zeit unbeliebt, da sie eine relativ geringe Motorleistung hatten und durch starkes Qualmen wenig Fahrspaß versprachen. Aus dieser Zeit stammt der despektierliche Ausdruck "Heizölferrari" für Dieselfahrzeuge. Allerdings gelten die alten Dieselmotoren auch als "unkaputtbar". Dazu tragen nicht zuletzt die niedrigen Drehzahlen bei, die die mechanische Belastung reduzieren.
Von dem Image des Schiffsdiesels sind moderne Dieselmotoren mittlerweile weit weg: Moderne Motoren bieten durch ihr hohes, aber bereits bei niedrigen Drehzahlen verfügbares Drehmoment hervorragende Beschleunigungswerte, schieben das Fahrzeug spürbar druckvoll an und bieten den gewünschten Fahrspaß. So ist zum Beispiel der Volvo V50 mit dem 2.0 l Dieselmotor ein sehr sportliches und agiles Fahrzeug.
Da die Motoren einen sehr hohen Wirkungsgrad haben, ist der Verbauch erfreulich niedrig, was in Zeiten gestiegener Treibstoffpreise ein nicht zu verachtendes Argument ist. Gleiche Fahrzeugmodelle verbrauchen als Diesel bei vergleichbarer Leistung mindestens einige Liter pro 100 Kilometer Fahrtstrecke weniger als der zugehörige Benziner. Bei Limousinen der Luxusklasse kann der Unterschied sogar 100% betragen.
Durch den günstigeren Verbrauch und die niedrigeren Dieselpreise kann es sich daher je nach eigenem Benziner lohnen, für Langstrecken einen Diesel-Leihwagen zu verwenden, da die Ersparnis die Mietkosten überkompensiert.
Wegen des hohen Wirkungsgrades, der sich durch die geringe Abwärme äußert, wird bei Volvo ein sogenannter [[Zuheizer] verbaut, der den Kühlwasserkreislauf des Motors erwärmt, damit die Heizung bei kalten Aussentemperaturen den Innenraum schnell erwärmen kann.
Funktionsprinzip
Beim Diesel wird zunächst Luft angesaugt, die verdichtet wird und dann erst wird der Diesel eingespritzt. Durch die Verdichtung erhitzt sich die Luft auf ca. 700°-900°C, die so heiß wird, daß der fein vernebelte Diesel zur Entzündung kommt.
Dieselmotoren gibt es als Zweitakter und Viertakter. Im KFZ-Bereich sind derzeit Diesel-Viertaktmotoren die Norm.
Links
- Dieselmotor bei Wikipedia (sehr ausführlich)
