Drosselklappe
aus ElchWiki, der unabhängigen Wissensdatenbank über Volvo-Fahrzeuge
Die Drosselklappe ist ein mechatronisches Element, daß die Motorleistung beeinflußt. Durch sie wird der Luftzustrom des Motors reguliert, dadurch wird das Benzin-Luft-Gemisch, dass im Motor zur Explosion gebracht wird, zugemessen.
Verbesserungsvorschlag
- Bilder des Funktionsprinzips wären schön
Wenn du Zeit und Lust hast, wäre es schön, wenn du diesen Verbesserungsvorschlag umsetzen könntest. Bitte entferne anschliessend diesen Hinweis.
Technik
Die Drosselklappe befindet sich im Ansaugtrakt zwischen dem Luftfilter und dem Ansaugkrümmer des Motors.
Bei sogenannten Vergasermotoren wird die Drosselklappe direkt im Vergaser verbaut, bei Einspritzern typisch gesondert in einem Drosselklappengehäuse.
Früher wurde die Drosselklappe mit einem Seilzug oder einem Gestänge betätigt, so konnte der Mechaniker bei geöffneter Motorhaube und laufendem Motor zu Testzwecken bequem aus dem Motorraum "Gas" geben. Heutzutage werden Drosselklappen elektrisch betätigt, man spricht daher vom elektronischen Gaspedal. Das kann bei einem Ausfall der Lichtmaschine dazu führen, dass das Fahrzeug kein Gas mehr annehmen kann.
Die Drosselklappe selbst ist kreisförmig, durch ihren Durchmesser ist eine Achse gelegt, um die sie gedreht wird. Je nach Anstellwinkel gibt so die Drosselklappe den vollständigen Querschnitt der Luftzuleitung frei oder kann ihn entsprechend teilweise freistellen.
Drosselklappen kommen nicht mehr nur bei Benzinmotoren zum Einsatz. Auch moderne Dieselmotoren sind mit Drosselklappen ausgerüstet. Beim Dieselmotor dient die Drosselklappe in Zusammenhang mit der Abgasrückführung vor allem der Reduzierung von Stickoxiden.
Drosselklappe bei Volvo
Bevor Volvo Bosch-Drosselklappen verbaut hat, hat Volvo teilweise in den Turbo-Motoren, die von 1999 bis 2001 gebaut wurden, Drosselklappen der Firma Magneti Marelli, einer Tochter des F.I.A.T-Konzerns eingesetzt. Laut bisherigen Erfahrungen von Volvo-Fahrern kann es zu Problemen mit dem Bauteil kommen.
Das äußert sich durch ungleichmäßigen Leerlauf, spontanes Ausgehen des Motors im Stand und starkes Rußen bei Benzinmotoren.
Da bei einem Ausfall der Drosselklappe der Motor ausgehen kann, fallen auch sämtliche unterstützenden Aggregate aus, wie zum Beispiel der Bremskraftverstärker und die Servolenkung. Das Fahrzeug kann dann nur noch erschwert gelenkt und gebremst werden. Von vielen wird das als ein erhebliches Sicherheitsrisiko eingestuft.
Eine vom Ausfall bedrohte Drosselklappe macht anscheinend zunächst bei kälteren Temperaturen Schwierigkeiten, damit ist es in den Wintermonaten am wahrscheinlichsten, daß das Problem bemerkt wird.
Das Problem tritt durch einen frühzeitigen Verschleiß der Widerstandsbahnen zur Lagebestimmung der Drosselklappe auf.
Als einzige wirkungsvolle Abhilfe hat sich der Tausch des Drosselklappenmoduls gezeigt, teure Reinigungsversuche haben sich als zwecklos erwiesen. Die Kosten für einen Tausch der Drosselklappe belaufen sich in Deutschland Anfang 2006 auf ca. 1100 EUR.
Mittlerweile (Stand 2010) gibt es endlich die Möglichkeit seine defekte Drosselklappe reparieren zu lassen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 250 Euro. Als Beispiel für eine deutsche Reparaturfirma kann man hier http://www.ecu.de empfehlen.
Volvo Deutschland lehnt derzeit (Stand Anfang 2006) eine Kulanzregelung mit dem Argument ab, daß Fahrzeuge mit rund 100.000 km Laufleistung und einem Alter von rund 6 Jahren nicht mehr in die Kulanz fallen würden. Gleichzeitig wird aber wohl für Kalifornien eine Rückrufaktion betroffener Fahrzeuge vorbereitet. Auch in Schweden wurde wohl eine Rückrufaktion Anfang 2005 gestartet.
Einige Elchtreiber aus Deutschland versuchen gerade, bei Volvo Deutschland eine Kulanzregelung durchzusetzen [1], was aufgrund des frühzeitigen Verschleißes und der geplanten Rückrufaktion in Kalifornien logisch erscheint.
Weblinks
- Drosselklappe bei Wikipedia
- Kosten einer möglichen Rückrufaktion (stern)
- Amerikanischer Artikel zu einem Unfall wegen Ausfall der Drosselklappe
