Einfahrprozedur
aus ElchWiki, der unabhängigen Wissensdatenbank über Volvo-Fahrzeuge
Moderne Motoren benötigen nach offiziellen Angaben keine Einfahrprozedur, da sie vor dem Einbau ausgiebig getestet werden und die Fertigungsdifferenzen sehr gering sein sollen. Dennoch sollte man gewisse Regeln beachten, um eine möglichst lange Lebensdauer der Aggregate zu erreichen. Deshalb spricht man trotzdem vom Einfahren des neuen Motors.
Das Einfahren dient dazu, den Motor langsam an den Betrieb zu gewöhnen. So setzen sich in dieser Zeit typisch noch Gewinde, die Schmierung verteilt sich erst an alle Stellen, gegebenenfalls werden noch Produktionsreste durch das Schmiermittel ausgeschwemmt oder Spiele in Lagern gleichen sich ein. Daher sollte ein neuer Motor nicht von Anfang an mit Volllast beaufschlagt werden.
Allgemein gilt, dass man beim Einfahren auf Vollgas verzichten und den Motor wechselnd belasten sollte. Die Höchstdrehzahl sollte erst mit der Zeit erreicht werden.
Volvo und Einfahren
Volvo schreibt keine offizielle Einfahrprozedur vor, die man bei einem neuen Motor befolgen sollte. Die Motorelektronik verfügt selbst über ein Einfahrprogramm, das nach verschiedenen Angaben zwischen 5'000 und 15'000 km dauert. Dennoch wird ein Einfahren des Motors von verschiedenen Seiten befürwortet und erscheint aus technischen Gründen auch sinnvoll. Sogar falls ein Einfahren unnötig sein sollte und keinen Nutzen bringt, so schadet es jedenfalls dem Motor nicht.
Dieselmotoren
Die Dieselmotoren sollten während der ersten 2'000 km nicht über 3'000 U/min gedreht werden. Nach 2'000 km kann die Maximaldrehzahl schrittweise gesteigert werden.
Benzinmotoren
Benzinmotoren sollten zu Beginn nicht mit Drehzahlen über 4'000 U/min belastet werden. Auch hier sollte die Maximaldrehzahl schrittweise erhöht werden.
