Gurtstraffer

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Der Gurtstraffer zieht im Fall des Aufpralls des Fahrzeuges den Sicherheitsgurt an und verhindert so, daß der Körper des Insassen durch seine Massenträgheit weiter nach vorne bewegt wird und mit dem Kopf auf dem Armaturenbrett oder Lenkrad aufschlägt.

Der Körper bewegt sich im Moment des Aufpralls weiter, denn sowohl er als auch das Fahrzeug bewegen sich relativ zum Bezugssystem Straße. Bei einem Aufprall bleibt das Fahrzeug abrupt stehen, der Körper ist jedoch nicht fest mit dem Auto verbunden und behält seine Geschwindigkeit bei. Ohne Sicherheitsgurt, der von dem Volvo Ingenieur Nils Bohlin erfunden wurde, würde der Insasse seine Bewegung nach vorne fortsetzen, irgendwann am Armaturenbrett hängen bleiben, dadurch umgelenkt werden und das Fahrzeug unsachgemäß durch die Frontscheibe verlassen. Das führt meist zu deutlich schweren Verletzungen, als im Auto zu bleiben.

Bei Volvo werden die Gurtstraffer pyrotechnisch betätigt. Für sie ist der gleiche Crashsensor zuständig wie für den Airbag, allerdings werden die Gurtstraffer schon bei niedrigeren Aufprallgeschwindigkeiten als der Airbag ausgelöst.

Zusammen mit den Gurtstraffern ist ein Gurtkraftbegrenzer verbaut, der verhindert, daß die Gurte zu fest angezogen werden und bei Bedarf auch etwas Gurt nachläßt. Damit wird das Risiko von Verletzungen im Bereich der Auflagefläche des Gurtes verringert, typischer Weise sind der Schlüsselbeinfrakturen, Rippen(serien)frakturen oder Brustbeinfrakturen.

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